Fischer und EsterPower regieren München
Mit einem zweiten und dritten Platz aus Mindelheim im Rücken hatte
der sympathische Österreicher leichtes Spiel. Einzig Andi Huber auf der
Husqvarna hätte ihm gefährlich werden können, er war aber nur im
Qualifying in Schlagdistanz. Im zweiten Rennen musste er sich dann noch
dem zornig angreifenden Jo Stehrer geschlagen geben, und hätte im
Gesamtklassement Rang 2 fast an Max Niewiadomski verloren, der
vor seinem Heimpublikum mit den Plätzen 2 und 4 bei den Pros aufzeigte.
Überhaupt rührten in diesem Jahr die jungen Wilden mit den 250ern in der
Lizenzklasse gewaltig um!

Souverän: Max Niewiadomski
Nicht
zu vergessen: Wir sprechen von Doppelstartern! Denn eine 250er Klasse
gibt's ja auch noch. Und da hatte Max Niewiadomski klar die Nase vorn.
Bei der diesjährigen Trophy zeigte er die Konstanz, die nötig ist, um
den Titel zu holen. Er siegt in diesem Jahr klar vor Markus Linssen,
Christian Wohletz und Felix Antholzer. Letztgenannter nahm allerdings
auch nur in München teil und holte sich mit Top-Zeiten zweimal Rang 2.

Hungrig: Starterfeld bis 250ccm
Ein
besonderes Schmankerl waren wie immer die Amateure - einmal wegen des
Wetters: Während die erste Qualifying-Gruppe nur in den letzten zwei
Minuten Regen abbekommen hatte, kämpfte die zweite Gruppe im einzigen
echten Regenguss des Tages um die Bestzeit. Dadurch kam erstmals der
Reglement-Passus zum Tragen, dass nicht die Zeit, sondern die
Platzierung in der Gruppe für die Startaufstellung zählt, da die Zeiten
in den beiden Gruppen aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen zu weit
auseinander lagen.

Schnell: In der Open-Klasse gab's wieder herrliche Kämpfe
Aber
vor allem: In der Open-Klasse ging es um alles. Dies wurde besonders
deutlich beim Kampf zwischen Max Fischer, Andi Roller und Bernd
Zahlauer. Sie kamen im ersten Heat in der genannten Reihenfolge ins
Ziel. Zwar war Andi Roller - Ingo Fink trat in München nicht an - nach
den Rennen in Mindelheim mit 40 Punkten klar vorn gewesen. Aber im
letzten Lauf bei den Pros leistete sich der Lorcher auf seiner Burner
Racing Suzuki nach einer furiosen Fahrt einen Fehler und ging bei der
Anfahrt auf Start-Ziel zu Boden. An sich kein Problem, nur: Das Motorrad
sprang nicht mehr an! Damit waren Zahlauer und Fischer wieder im Rennen
um den Trophy-Titel. Erst nach langen, Nerven aufreibenden Minuten
brachte Roller den Motor zum Laufen und den Gesamtsieg ins Ziel.
In
der Gruppe B zeigte Lokalmatador Thorsten "Tosti" Hertrampf seinen
Kontrahenden das Hinterrad. Auf den Pätzen folgten Uli Hafenmair und
Michael Kozlicsch. Die Open-Pokale im zweiten Lauf räumten in der ersten
Gruppe Stefan Gut, Dominic Zeidtler und Christian Partelli ab. In
der zweiten Open-Gruppe siegte Dominik Fehrenbach vor Harald Saar und
Ernst Theuer.

Überflieger in Gruppe 2: Tosti beim Abledern
In
der Klasse bis 85ccm holte sich Andie Buschberger mit seiner KTM vom
Team Braumandl mit zwei Siegen souverän den Titel. Peter Banholzer
verspielte in Heat 1 durch einen Fehler den zweiten Gesamtrang im
Zwischenklassement an Manuel Mönig. In Lauf zwei behielt der junge
Kaltentaler aber die Nerven und holte Rang zwei vor Mönig. Das reichte
für einen Punkt Vorsprung im Klassement - Banholzer auf 2, Mönig auf 3.
Entspannt: Das Siegerpodest der 85er Klasse
Peters
jüngerer Bruder, Max Banholzer, nutzte die Abwesenheit seines
Hauptkonkurrenten, Max Kofler, gnadenlos aus und holte sich mit einem
Doppelsieg den Titel. Matthias Meggle aus Reicholzried und Loris Haug
aus München holten jeweils die Plätze. Da sich Meggle in Mindelheim
einen Nuller leistete, bedeutet das für den Kawasaki-Piloten Platz 3 im
Gesamtklassement, Rang 2 für Haug.

Enger Zweikampf: Meggle (226) vor Haug (69)
Bei
den Jüngesten setzte sich Michelangelo Frate auf seiner
GMRRacing-Pollini wieder durch und holte mit 4 Siegen den Titel vor Zoe
Engelhard auf der KTM des SMC München. Sie fuhr als jüngste Teilnehmerin
im Feld ihr erstes Rennen und holte sich zweimal Rang 2 und den 2.
Platz in der Gesamtwertung vor Andi Kofler vom MSV Schwanenstadt.
Seriensieger: Michelangelo Frate
Insgesamt
ein herrliches Rennwochenende mit tollen fahrerischen Leistungen! Die
wegen Urlaubszeit und Staatsmeisterschaft etwas geschrumpften
Fahrerfelder taten der Spannung dabei keinen Abbruch. Wir freuen uns
schon auf nächstes Jahr!
Geschrieben am 31.08.2010 von Frank Berger
























