Peter Mayerbüchler siegt - Marco Preis Meister!

Peter Mayerbüchler hat nach zum Teil dramatischen Rennen den Titel des besten Open-Fahrers in München geholt! Marco Preis, der den Gesamtsieg schon vor dem Lauf in der Tasche hatte, musste sich diesmal mit Rang 3 begnügen. Großes Pech hatte SMC-Lokalmatador Andi Schattenkirchner. Im ersten Lauf hatte er den Sieg vor Augen, als er Ende Start-Ziel bei einer Berührung mit Marco Preis zu Boden musste.

Damit verabschiedete sich Schattenkirchner, von Startplatz 2 aus ins Rennen gegangen, aus der Spitzengruppe und Matthias Grosam und Mayerbüchler rückten nach einer taktisch klugen Leistung aufs Podest nach. Auch die beiden Münchener Erwin Fürböck und Christian Gies konnten sich noch vor Schattenkirchner platzieren. Nach dem Aufstieg zu den Pro's kämpfte Peter Mayerbüchler dann Preis und Grosam nieder und holte sich den Tagestitel. Ins Ziel kam er übrigens auf Platz 8, unmittelbar vor seinem in der Prestige genannten Bruder und holte sich damit noch Rang 2 in der Gesamtwertung. Wolfgang Deml konnte verletzungsbedingt in Freising leider nicht eingreifen, er gab nach dem Training auf und landete so nur auf dem 4. Gesamtrang. In den anderen Open-Gruppen siegten der Marktoberdorfer Tobias Buschkönig und der SMC-Fahrer Max Franz nach souveräner Leistung.


Quertreiber: Andi Schattenkirchner, leider im Pech


Max Franz (28) auf dem Weg zum Sieg in Gruppe 3 vor Michael Stapf (13)


Im zweiten Lauf der schnellen Amateure übernahm der auf seiner Aprilia furios startende Christian Gies zunächst den zweiten Platz hinter Schattenkirchner, bevor ihm eingangs Off-Road das Vorderrad einklappte und er viele Plätze verlor. Schließlich kam er hinter Roland Vogel, ebenfalls SMC München, auf Rang 8 ins Ziel. Schattenkirchner musste sich am Ende nur Erwin Fürböck geschlagen geben, Raphael Hermann aus Nendeln komplettierte das Podium.


Lieferte zwei starke Rennen, leider nicht ganz fehlerfrei: Christian Gies


In der zweiten Open-Gruppe sah es lange nach einem Sieg für Josef Weidinger aus, doch Raphael Bayer aus Niederrieden machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Er überließ Weidinger nur die Pace und schlug dann in der Schlussphase gnadenlos zu. Kevin Rast aus Bad Wurzach folgte mit deutlichem Abstand auf Rang 3. Bemerkenswert: Obwohl offensichtlich schneller als Korbinian Jackson fand Stefan Kugelmann keinen Weg vorbei an dem jungen Etterschlager - weder im ersten, noch im zweiten Lauf! Die beiden landeten auf den Plätzen 6 und 7.

Und wieder einmal hat sich die Reglement-Änderung aus dem vorletzten Jahr als Volltreffer erwiesen: In der dritten Open-Gruppe gab es nicht nur spannende Rennen, sondern auch einen bemerkenswerten Pokalerfolg: Denn Siegerin des zweiten Laufs war Nina Rudloff! Das Mädchen aus Hawangen setzte sich in sehenswerter Manier gegen den lange attackierenden Michael Kuil und dem Österreicher Patrick Neßler durch.


Frau ohne Nerven: Nina Rudloff (5) setzt sich vom Start weg an die Spitze

 

Bei den Profis gab's eine Neuauflage des Kampfes der Generationen: Auf der einen Seite die jungen Wilden: "Mad" Max Niewiadomski und Josef Stehrer, auf der anderen der erfahrene Markus Jell - die einzigen drei Fahrer, die 50er Zeiten in den Freisinger Asphalt brannten... Das Ergebnis dieses titanischen Kampfes war glasklar: Unentschieden! Im ersten Lauf siegte Niewiadomski nach hartem Kampf vor Jell. Stehrer fuhr nach Sturz und phantastischer Aufholjagd noch auf Rang 3, wenn auch mit deutlichem Abstand. Im zweiten Lauf der Pro's schlug dann der erfahrene Altfraunhofer zu. Sieg vor Niewiadomski und Wolf Angersbach, der sich in einem Wimpernschlagfinale um 27 Hundertstel gegen Thomas Rehle durchgesetzt hatte. Damit holt sich Jell auch den Titel bei den Pro's vor Niewiadomski und Nico Lippek.


Kann's noch: Altmeister Jell zeigt der Jugend das Hinterrad und holt sich die Trophy in der Klasse 6

 

Ein weiterer Vertreter der Jugend soll hier nicht unerwähnt bleiben: Der junge Augsburger Florian Metzenrath, am Sonntag leider ohne Sieg, belegte bei den Pro's Platz 5 und 6. Bei den 250ern setzte er sich mit zwei zweiten Plätzen in Szene und holte sich Gesamtrang 2 in der Klasse 4. Gewonnen hat den ersten Lauf allerdings weder Max Niewiadomski noch Josef Stehrer - beide hatten nachhaltig Bodenkontakt - sondern Christian Wohletz. Der Meitinger zeigte keine Neven und siegte nach einer taktisch klugen Leistung auf seiner Kawasaki mit rund 7 Zehnteln Vorsprung - und holt damit Gesamtposition 3. Den dritten Platz im Rennen hielt am Ende nach einer starken Leistung Tjark Rudolf. Der Münchener feierte nach langer Pause ein mehr als gelungenes Comeback.

Im zweiten Lauf machte Niewiadomski dann keine Gefangenen und holt sich - seinem Spitznamen zum Trotz - nach solider Leistung und ohne Sturz Sieg und die Trophy in der Klasse bis 250ccm! Die beiden Team GF-Fahrer Metzenrath und Stehrer folgten auf den Plätzen - Letzterer wieder einmal nach Sturz und Aufholjagd, in der er sich in der vorletzten Rund noch Tjark Rudolf schnappte. Steffie Köberle sorgte für einen weiteren Pokalsieg der jungen 250er-Heizer. Die Prackenbacherin erkämpfte mit Ihrer besten Rundenzeit den Pokal der schnellsten Dame des Tages.


Ungewöhnliches 250er Podium: Wohletz (M.), Metzenrath (li.) und Rudolf


Bei den 85ern setzte sich Max Banholzer vom SMC München erwartungsgemäß zweimal souverän durch und holt sich die Trophy der Klasse 3. Der für das Team Hiemer fahrende Kaltentaler gewann jeweils vor Manuel Schrank und Vizemeister Fabian Borries auf der Motec-Yamaha. Mit zwei 4. Plätzen erringt Christoph Geier noch den 3. Gesamtrang in der Trophy.

Die Reihenfolge bei den 50ern ist überschaubar, Michelangelo Frate fuhr hier alles in Grund und Boden. Bei den 65ern gab's da schon spektakulärares zu sehen: Vor allem der junge Lion Florian, Doppelmitglied im SMC München und MSC Freisinger Bär, zeigte auf. Im ersten Lauf nach Sturz und furioser Aufholjagd "nur" auf Rang drei - mit 27 Hundertsteln hinter Julian Schrank und dem siegreichen Thomas Hiebl, zeigte er im zweiten Rennen eine fehlerfreie Leistung und hängte allen die Laterne um - Sieg vor Hiebl und Nikon Muigg! Thomas Hiebl holt sich die Trophy in der Klasse 2 vor Julian Schrank und Nikon Muigg.


Überflieger: 2 furiose Rennen von Lion Florian...

 

Insgesamt war der Supermoto Trophy-Lauf in Freising eine Top-Veranstaltung und ein wunderschöner Schlusspunkt einer gelungenen Saison. Veranstalter wie Helfer machten allesamt einen hervorragenden Job, die Fahrer aller Klassen zeigten in den 6 Saisonläufen spannenden Rennsport und viele begeisterte Zuschauer gaben dieser Saison einen würdigen Rahmen. Wir freuen uns schon auf die Supermoto Trophy Südbayern 2012!

Das Endklassement aller Klassen findet Ihr hier


Hat offenbar geholfen: Grid boy Andi S. bei der Betreuung von Nina R.

Geschrieben am 13.09.2011 von Oliver Werner

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Impressum - © 2006-2012 Webdesign von www.mediastuff.de Frank Berger, München.